Willkommen bei der NABU-Gruppe Cloppenburg

Für Mensch und Natur

Streuobstwiese"Am Griesen Stein"                                                           Foto: Eckhardt Albrecht
Streuobstwiese"Am Griesen Stein" Foto: Eckhardt Albrecht

Der NABU startet durch im Landkreis Cloppenburg:
500 neue Mitglieder sollen gewonnen werden

 

„Rückenwind für erfolgreiche Projekte und Basis für effektiven Naturschutz“

 

Landkreis Cloppenburg 06.08.2020

 

Der NABU im Landkreis Cloppenburg startet durch: Durch seine bislang größte Werbeaktion sollen im Landkreis in den kommenden Wochen mindestens 500 neue Mitglieder gewonnen werden, „um unsere vielen erfolgreichen Projekte langfristig fortführen, die Erfolge ausbauen und der immer stärker gestiegenen Nachfrage aus der Bevölkerung nach Naturschutzleistungen und Beratung nachkommen zu können“, wie Luzia Landwehr sagt.

 

Die Aktivitäten des NABU im Landkreis sind sehr vielfältig: Von der Streuobstwiesenpflege, der Anlage von Nisthilfen für Insekten, über den Feuchtwiesenschutz, die Nistkastenbetreuung und Begleitung von Schulprojekten bis zur Kranichzählung reicht die Bandbreite der Aufgaben der engagierten Naturschützer. „Wir haben große Erfolge zu vermelden“, betont Landwehr: „Deshalb müssen wir sie langfristig absichern, damit sie fortgeführt werden können! Und das können wir vor allem dann, wenn uns die – auch finanzielle – Unterstützung möglichst vieler Mitglieder gewiss ist. Deshalb hoffen wir, dass sich die Türen und Herzen vieler dem Naturschutz aufgeschlossenen Menschen in den nächsten Wochen im Landkreis Cloppenburg öffnen werden. Denn dann werden junge Menschen, die neben ihrem Studium einem Job für die gute Sache Naturschutz nachgehen – anstatt auf dem Bau zu arbeiten oder am Fließband zu stehen – nachgehen, an den Türen klingeln, den NABU und seine Arbeit vorstellen und um eine Unterstützung durch Mitgliedschaft bitten. Dies ist keine Spendensammlung, sie nehmen kein Bargeld an und können sich ausweisen“, sagt Landwehr.


Um möglichst viele Menschen erreichen zu können, gehen die jungen Menschen, die aus allen Teilen Deutschland nach Cloppenburg und Umgebung gekommen sind, auch in den Abendstunden noch durch die Straßen. „Dabei werden selbstverständlich alle Hygieneregeln eingehalten, und es kann sogar kontaktlos per Tablet beigetreten werden“, fügt Luzia Landwehr an.

 

Die Naturschützerin weist auch darauf hin, dass dadurch auch der „enorm gestiegenen Nachfrage aus der Bevölkerung sowohl nach Aktivitäten, weil sich sehr viele Menschen, gerade auch Eltern und Großeltern, Sorge um künftige Generationen angesichts des galoppierenden Artensterbens und des Klimawandels machten, als auch nach Beratung nachgekommen werden soll: Wir werden geradezu überschwemmt im Alltag mit Anfragen – deshalb brauchen wir mehr Unterbau, um dieses noch leisten zu können.“

Und es seien weitere Vorhaben geplant, wie z. B. die Anlage von Blühwiesen.

 

Zudem sei der NABU im Landkreis Cloppenburg „als Teil der großen NABU-Gemeinde“, die in Niedersachsen bereits mehr als 110.000 Mitglieder und bundesweit sogar mehr als 700.000 aufweist und auf eine lange Tradition seit 1899 zurückblicken kann, Bestandteil des „Aktivitätenreigens von der kleinsten Gemeinde mit ihren Hecken, Wiesen und Bächen bis zu den Regenwäldern und Ozeanen“ und eine ganz wesentliche Stimme im Kampf gegen den alles Leben auf diesem Planeten bedrohenden Klimawandel“, sagt Landwehr. „Daher hoffen wir auf viel Unterstützung aus der Bevölkerung!“ Wer Rückfragen hat, kann sich beim NABU Cloppenburg unter Tel. 04471-5531 melden.


Jungvögel am Boden sind nicht in Not

Es tschilpt und tschirpt in Nistkasten, Hecken und Gebüschen. Die ersten Küken sind schon seit Tagen unterwegs, bald werden viele weitere Jungvögel sich aus dem schützenden Kasten wagen. Das bedeutet auch wieder verzweifelte Nachfragen beim NABU. Tierfreunde wollen vermeintlich in Not geratenen Jungvögeln helfen und suchen Rat - jedes Jahr und in großer Zahl.

 Wir beantworten im Moment zahlreiche Anfragen, aber eines muss klar hervorgehoben werden: Jungvögel sollten grundsätzlich an Ort und Stelle gelassen werden. In den allermeisten Fällen wurden sie nicht verlassen und werden von den Eltern weiter umsorgt. Auch wenn die niedlichen Federbälle noch so herzzerreißend rufen,ist das zunächst kein Grund zur Besorgnis. Mit Bettellauten rufen die Kleinen nach ihren Eltern, die sie auch außerhalb des Nestes versorgen.

Die unerfahrenen und im Fliegen noch etwas ungeübten Jungtiere sitzen dann im halbhohen Geäst oder auf dem Boden. Bei Gefahr durch Katzen oder an vielbefahrenen Straßen sollten die Tiere einfach in den nächsten Busch gesetzt werden.  Man kann Jungvögel ohne Probleme berühren, der Geruchssinn ist bei Vögeln im Vergleich zu Säugetieren sehr gering ausgeprägt. Die Eltern nehmen ihre Brut nach einer kurzen Berührung wieder an .

 

Ein scheinbar verlassener Jungvogel sollte, um die Eltern nicht zu vertreiben, mit gebührendem Abstand mindestens eine Stunde lang beobachtet werden.  Wenn in dieser Zeit kein Eltern- oder Geschwistervogel entdeckt wird, können Hilfsmaßnahmen sinnvoll sein, so der Vogelfreund. Dazu solle jedoch vorher der fachliche Rat eines Tierarztes eingeholt werden.

 

"Jungvögel sind Wildtiere, man darf ihnen nur im echten Notfall helfen. Als Haustiere sind sie überhaupt nicht geeignet". Deshalb ist eine kurze Pflege mit schnellstmöglicher Auswilderung immer das Ziel des verantwortungsbewussten Tierfreunds - alles andere verbietet nicht ohne Grund auch das Naturschutzgesetz.

 

 


Meisensterben

Melden Sie uns kranke oder tote Blaumeisen

Seit März werden aus vielen Gärten Blaumeisen gemeldet, die krank wirken und schnell sterben. Bitte helfen Sie mit, herauszufinden, was los ist! Melden Sie Fälle über unser Online-Formular und reichen Sie, wenn möglich, Blaumeisen-Opfer zur Untersuchung ein.

Gesunde Blaumeise-Foto: NABU/Rita Priemer
Gesunde Blaumeise-Foto: NABU/Rita Priemer