Willkommen bei der NABU-Gruppe Cloppenburg

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Streuobstwiese"Am Griesen Stein"                                                           Foto: Eckhardt Albrecht
Streuobstwiese"Am Griesen Stein" Foto: Eckhardt Albrecht

Wenn Sie schnelle Hilfe benötigen

 

Zwölf Imker stehen im Landkreis Cloppenburg für Fragen zum Umgang mit Hornissen, Hummeln und Wespen den Bürgern mit Rat und Tat gegen ein  Entgelt lt. Landkreis Cloppenburg zur Seite:

 

Erich Abeln, Essen-Osteressen, Tel. 05434 2471

Manfred Beck, Emstek, Tel. 04435 2163 (für den Bereich Cloppenburg)

Georg Diekmann, Quakenbrück, Tel. 05431 6000 (für Essen)

Karl-Heinz Diekmann, Garrel-Varrelbusch, Tel. 04471 84685

Dieter Eberlei, Barßel, Tel. 04499 91123

Werner Fendesack, Emstek-Bühren, Tel. 04447 1459

Johannes Hagmann, Friesoythe-Neuscharrel, Tel. 04493 488

Heinz Lüers, Essen-Bevern, Tel. 05434 4049830

Martin Schütte, Saterland, Tel. 04492 912064

Marianne und Franz Thobe, Lastrup-Roscharden, Tel. 04472 8310

Norbert Zobel, Löningen, Tel. 05432 4202

Jungvögel sind keine Haustiere

Oldenburger Land, d. 17.5.2017:

 

Es tschilpt und tschirpt in Nistkasten, Hecken und Gebüschen. Die ersten Küken sind schon seit Tagen unterwegs, bald werden viele weitere Jungvögel sich aus dem schützenden Kasten wagen. Das bedeutet auch wieder verzweifelte Nachfragen beim NABU. Tierfreunde wollen vermeintlich in Not geratenen Jungvögeln helfen und suchen Rat - jedes Jahr und in großer Zahl.

 

 Wir beantworten im Moment zahlreiche Anfragen, aber eines muss klar hervorgehoben werden: Jungvögel sollten grundsätzlich an Ort und Stelle gelassen werden. In den allermeisten Fällen wurden sie nicht verlassen und werden von den Eltern weiter umsorgt, betont NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers. Auch wenn die niedlichen Federbälle noch so herzzerreißend rufen, sei das zunächst kein Grund zur Besorgnis. Mit Bettellauten rufen die Kleinen nach ihren Eltern, die sie auch außerhalb des Nestes versorgen.

 

Die unerfahrenen und im Fliegen noch etwas ungeübten Jungtiere sitzen dann im halbhohen Geäst oder auf dem Boden. Bei Gefahr durch Katzen oder an vielbefahrenen Straßen sollten die Tiere einfach in den nächsten Busch gesetzt werden.  Man kann Jungvögel ohne Probleme berühren, der Geruchssinn ist bei Vögeln im Vergleich zu Säugetieren sehr gering ausgeprägt. Die Eltern nehmen ihre Brut nach einer kurzen Berührung wieder an , so der NABU.

 

Ein scheinbar verlassener Jungvogel sollte, um die Eltern nicht zu vertreiben, mit gebührendem Abstand mindestens eine Stunde lang beobachtet werden.  Wenn in dieser Zeit kein Eltern- oder Geschwistervogel entdeckt wird, können Hilfsmaßnahmen sinnvoll sein, so der Vogelfreund. Dazu solle jedoch vorher der fachliche Rat eines Tierarztes eingeholt werden.

  

"Jungvögel sind Wildtiere, man darf ihnen nur im echten Notfall helfen. Als Haustiere sind sie überhaupt nicht geeignet", stellt der NABU-Geschäftsführer klar. Deshalb sei eine kurze Pflege mit schnellstmöglicher Auswilderung immer das Ziel des verantwortungsbewussten Tierfreunds - alles andere verbiete nicht ohne Grund auch das Naturschutzgesetz.

 

Die beste Vogelhilfe sei im Übrigen der naturnahe Garten mit abwechslungsreichen, einheimischen Pflanzen, so Wohlers. Ein Merkblatt des NABU-Partners Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) zu Jungvögeln kann beim NABU unter Tel. 0441 - 25600 kostenlos angefordert werden.

 

www.nabu-oldenburg.de/abbildungen/amsel-jungvogel.jpg

  

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg