Wer den Schlaggenhof in Garrel betritt, wird bereits am Tor von den flinken, tieffliegenden Glücksbringern empfangen. Um die 50 Nester werden auf dem Reiterhof von Mehl- und Rauchschwalben bewohnt. Das ist nur möglich, weil Anna und Antonius Hinners mit viel Liebe und Eigeninitiative Nisthilfen angebracht haben und das Scheunentor stets für die fliegenden Mitbewohner offen lassen. Auch die jungen Reitschüler finden, dass die Schwalben einfach zum Schlaggenhof dazu gehören. Für dieses Engagement und die Vermittlung dieser Naturliebe an die nächste Generation, wurden die beiden heute vom Nabu Cloppenburg ausgezeichnet - mit Plakette und Urkunde für schwalbenfreundliche Häuser.
Text: Dana Theilmann
Verleihung der Urkunde von l. nach r.:
Antonius Hinners, Luzia Landwehr, Dana Theilmann, Nicole Korwes, Anna Hinners
Anmeldung erforderlich:
Tel. 04471 170480 oder 04471 7082580
Information zu der Aktion findet ihr hier klicken
Wasser ein Element von dem alles Leben abhängt, ohne Wasser wäre ein Leben auf diesem Globus Erde nicht möglich. Führen wir uns einmal vor Augen, das 97,5 % unseres Wassers auf Erden Salzwasser ist, nur 2,5 % Süßwasser, davon sind 0,3% für uns Menschen nur verfügbar.
Was 2,5 % Süßwasser und 0,3 % Verfügbarkeit bedeuten wird einem bewusst an Hand der folgenden Daten. 2025 brauchen 8,2 Milliarden Menschen auf unserer Erde Wasser zum Leben, 2100 sind es 10,8 Milliarden! Spätestens jetzt sollten wir begreifen, dass der übermäßige wahnsinnige Wasserverbrauch, mit anderen dazukommenden Faktoren wie Erderwärmung, zu Dürre und Wasserkatastrophen führt. Wasser wieder in den Boden zurück führen, zur Grundwasserspeicherung, sollte obere Priorität sein.
Ein besonderes Projekt welches der Wasserversorgung im Wurzelbereich von Bäumen, insbesondere Obstbäumen, dienen soll startet der NABU Cloppenburg in Zusammenarbeit mit der Naturfachabteilung des Heimatvereins Cloppenburg. Projektfläche ist die Streuobstwiese in Staatsforsten beim Griesen Stein. Es ist Magerrasenfläche auf Sandboden mit wenig Bodenpunkten, auf der vor 15 Jahren 40 Obstbäume gepflanzt wurden, die ständig dem Wassermangel ausgesetzt sind und mit diesem Projekt verbessert werden soll.
Zum Projekt:
Im Wurzelbereich von zunächst 12 Obstbäumen mit einem Durchmesser von 1,5 m wurde das Gras entfernt. Diese Flächen werden mit verschiedenen Naturmaterialien bedeckt, die Humus bilden und somit der Wasserspeicherung dienen. Als Versuchsbedeckung kommen verschiedene Materialen zum Einsatz, so Schafwolle zerkleinert, Laub von Bäumen, getrockneter Biorestabfall aus Biogasanlagen in Flockenform. Vorgesehen sind Baumflächen mit Ansaat von Grünpflanzen/Blumen wie Saradella und Phacelia, die der Insektenwelt zugute kommt.
Wasserfeuchtigkeitsmessungen werden in Abständen getätigt, um die Wirksamkeit der einzelnen Materialen zu dokumentieren.
Am Samstag, 29. November 2025 trafen sich die ehrenamtlichen Helfer zum Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese. Die alten Gießringe an den Bäumen wurden eingeebnet, die Grasnarbe entfernt und der Boden mit Schafwolle, Gesteinsmehl und Gärreste von Biogasanlagen eingebracht und mit Herbstlaub abgedeckt. Diese Maßnahme soll den Boden düngen und Wasser speichern.
Zur Kenntnis noch: Ein weiteres Projekt der Abteilung Wasser-Natur-Umwelt des Heimatvereins Cloppenburg (Bernd Tabeling) in Zusammenarbeit mit dem Science Shop Vechta/Cloppenburg (Universität Vechta) ist der Gemeinschaftsgarten Cloppenburger Klima-Eck am Rathausweg. Auch dort wurden im Jahr 2022 mehrere Obstbäume und weiteres Naschobst gepflanzt.
Sprechstunde der Abteilung Wasser-Natur-Umwelt jeden Freitag im Heimatbüro Sevelter Straße 4, Cloppenburg von 13 - 15 Uhr.
Im Arbeitseinsatz: Mitglieder der NABU, Bernd Tabeling vom Heimatverein Cloppenburg (2. von rechts) und Freiwillige vom Cloppenburger Klima-Eck (Katrin Hedemann, Dirk Paetow 5. und 6. von rechts)
Die Stadt Cloppenburg führt erste Kontrollen durch und fordert Besitzer von so genannten Schottergärten auf, diese zu beseitigen und droht auch mit Bußgelder im mittleren dreistelligen Bereich. Grundlage ist die Niedersächsische Bauordnung. Aus diesem Grund hat die Stadt Cloppenburg einen entsprechenden Flyer erstellt, den man unter nachstehenden Link runterladen kann. Er gibt nützliche Tipps zur Umgestaltung der Gärten.